Buslinien in Goslar
LNVG veröffentlicht erstmals Antragsfristen im EU-Amtsblatt
Hannover. Die für die Genehmigung von Bus- und Stadtbahnlinien in Niedersachsen verantwortliche Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) hat erstmals im Amtsblatt der Europäischen Union Antragsfristen für ÖPNV-Linienverkehre veröffentlicht. Bei den Verkehrsleistungen handelt es sich um sechs Buslinien und einen P+R-Verkehr in der Kaiserstadt Goslar (Harz).
"Mit dieser EU-weiten Transparenz wollen wir auch im Bus-Linienverkehr die Möglichkeiten verbessern für einem Wettbewerb um das attraktivste Verkehrsangebot", erläutert LNVG-Geschäftsführer Hans-Joachim Menn den Hintergrund. Die LNVG ist nach eigenen Angaben die erste deutsche Liniengenehmigungungsbehörde, die Antragsfristen nach § 13 Personenbeförderungsgesetz im EU-Amtsblatt veröffentlicht.
Frist bis zum 20. Februar gesetzt
Die LNVG hat in ihrer Bekanntmachung eine einmonatige Ausschlussfrist vom 21.Januar bis zum 20. Februar gesetzt und klargestellt, dass nach diesem Zeitraum eingehende Genehmigungsanträge unberücksichtigt bleiben. Die Laufzeit der Liniengenehmigungen im Stadtverkehr Goslar beginnt am 15. Dezember 2010 und reicht längstens bis zum 14. Dezember 2018.
Sollte es zu einem Genehmigungswettbewerb unter verschiedenen Anbietern kommen, wird die LNVG den Nahverkehrsplan des Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) berücksichtigen. An die Vergabeabsicht des ZGB und der Stadt Goslar zugunsten der kommunalen Stadtbus Goslar GmbH ist die LNVG jedoch eigenen Angaben zufolge nicht gebunden. Entscheidend sei im Wettbewerb insbesondere, welcher Antragsteller das bessere Verkehrsangebot für die Allgemeinheit fahren wolle, so die LNVG.
(Redaktion)
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