Oldenburger Computer-Museum
Auf den Pfaden von Atari, Commodore und Super-Nintendo
Oldenburg. Eine ursprünglich nur als zweimonatige Zwischennutzung geplante Sonderausstellung in der Oldenburger Innenstadt hat sich inzwischen zu einem der größten Museen für Homecomputer in Deutschland gemausert: am Ende entstand aus der Sammlung das Oldenburger Computer-Museum (OCM).
Seit etwa zehn Jahren sammelt Grafiker Thiemo Eddiks in seiner Freizeit Heimcomputer und Spielkonsolen der 70er- und 80er-Jahre. Ein Teil der mittlerweile ca. 700 Geräte umfassenden Sammlung ist seit November 2008 mitten im Oldenburger Zentrum zu sehen. Und zwar zwischen Waffenplatz und dem Julius Mosen-Platz. Vor etwas mehr als einem Jahr entstand dort das Oldenburger Computer-Museum (OCM). Die chronologisch aufgebaute Ausstellung umfasst derzeit 50 Ikonen aus den Jahren 1977 bis 1987, darunter Commodore PET, Apple ][, Sinclair ZX81, Atari 800XL und Amiga 500. Darüber hinaus finden sich auch wichtige Spielkonsolen, Computerexoten und Fachliteratur in den Regalen.
20 Computer immer funktionsbereit
"Eine solche Hands-on-Ausstellung gibt es bundesweit nur hier", so Eddiks stolz: 20 Computer sind immer funktionsbereit und mit Software ausgestattet; sie können - und sollen - benutzt, erforscht und erlebt werden. So könne der Besucher ein Gefühl für die Relationen zur aktuellen Computertechnik bekommen und sehe zugleich die Entwicklung einzelner Aspekte (Grafik, Ton, Geschwindigkeit, Massenspeicher, Platzbedarf der Technik usw.). Im OCM kann man an C64, Atari, Amiga und Co. alte Spieleklassiker spielen, eigene Programme schreiben und so die Geschichte der Heimcomputer hautnah erleben.
Oldenburger Computer-Museum e.V. gegründet, der als gemeinnützig
anerkannt ist. Hauptaufgabe des Vereins ist es, die Ausstellung
historischer Computer dauerhaft zu erhalten und weiter auszubauen.
Dafür benötigt der Verein jede Form der Unterstützung – in Form von
Vereinsmitgliedschaften, Geld- oder Sachspenden und jeder sonstigen Art
aktiver Hilfe.
Führungen für Gruppen möglich
Die von elf Mitwirkenden ehrenamtlich betriebene Ausstellung, die im Jahr 2009 auch Teil des Programms von "Stadt der Wissenschaft" war, lockte zur Freude der Macher in einem Jahr bereits tausende Besucher an. Nicht nur aus Oldenburg und der Region, sondern auch aus anderen Teilen des Bundesgebiets. Kooperationen gibt es zudem mit der Universität Oldenburg sowie regelmäßig Führungen für Schüler, Studierende und andere Interessengruppen, auf die man sich jeweils mit einem speziell abgestimmten Programm eingestellt hat.
Das Oldenburger Computer-Museum befindet sich in der Neuen Straße 2 mitten in der Innenstadt Oldenburgs und hat immer dienstags unter dem Motto "Daddeln im Speckmantel" und donnerstags als "Programmierbar" jeweils von 17:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter: www.computermuseum-oldenburg.de
(Redaktion)
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © OCM
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