09.12.2009  03:53 Uhr

Bremen/Offenbach
Neue Einzelheiten zum Flugzeugabsturz in Egelsbach

Offenbach/Bremen. Nach dem Absturz eines von Bremen kommenden Geschäftsflugzeugesin Hessen, haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun den Verlauf der Flugbewegungen rekonstruiert. Nach wie vor unklar ist die Ursache des Absturzes in einem Waldstück bei Egelsbach. Sicher ist, jedoch, dass während des Flugmanövers wegen Nebels schlechte Sicht herrschte.

Demnach startete die zweimotorige Turboprop-Geschäftsmaschine vom Typ "Beechcraft King Air 90" am Montagmorgen gegen 11:20 Uhr vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach in Richtung Hamburg und flog im Folgenden weiter nach Bremen. Die Maschine startete dann gegen 15:15 Uhr in Bremen mit Ziel Frankfurt-Egelsbach. Dort kam das Flugzeug nie an.

Absturz gegen 16:15 Uhr

Gegen 16:15 Uhr beobachteten Augenzeugen vor Ort den Absturz des Flugzeugs in einem Waldgebiet östlich der Gemeinde Egelsbach. Die Maschine schlug nach Polizeiangaben eine etwa 200 Meter lange Schneise in das Gehölz, bevor sie zerschellte, sich das Cockpit in den Waldboden bohrte und die Maschine in Flammen aufging. Herbeigeeilte Feuerwehren aus dem Umkreis löschten den Brand. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte am Unglücksort Nebel. 

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermittelt

Aus dem letzten Funkkontakt zwischen dem Tower Egelsbach und dem Piloten, hatten sich nach Polizeiangaben keine Hinweise auf technische Probleme ergeben. Nach wie vor unklar ist deshalb die Ursache des Absturzes . Der Flughafen Egelsbach wird allerdings im Sichtflug angeflogen. Aufgrund der witterungsbedingt schlechten Sicht könnte es zu Problemen gekommen sein.

Die Polizei sperrte die Absturzstelle nach dem Unglück weiträumig ab, die Trümmerteile verteilen sich nach Angaben eines Sprechers der Offenbacher Polizei auf mehrere hundert Meter. Eine Rettungshundestaffel und ein am nahe gelegnen Flughafen Egelsbach stationierter Hubschrauber mit Wärmebildkamera suchten zunächst vergeblich nach möglichen Überlebenden. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hat noch am Montagabend die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgeommen. 

Retter fanden drei Leichen

Im Unglückswrack des abgestürzten Turbopropflugzeugs fanden Retter drei Leichen. Nach derzeitigen Erkenntnissen der ermittelnden Polizei in Offenbach soll es sich dabei um die sterblichen Überreste von einem 56- sowie zwei 61-jährigen Männern aus dem Landkreis Offenbach handeln. Zur Identifizierung hat die zuständige Staatsanwaltschaft Darmstadt die Obduktion der Verunglückten im Gerichtsmedizinischen Institut angeordnet.


 

(Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Airport Egelsbach, Pressebild

 


 

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