Energieversorger
EWE treibt in Cuxhaven intelligente Stromnetze voran
Oldenburg/ Berlin. „Unser Smart Grid wird Wirklichkeit“, freut sich Dr. Wolfram Krause, Leiter des Forschungsprojekts "eTelligence". Bereits ein halbes Jahr nach dem Projektstart sind jetzt in der Modellregion Cuxhaven die ersten Messeinheiten im Verteilnetz installiert worden.
„Ab sofort können wir an verschiedenen Ortsnetzstationen in Cuxhaven in Echtzeit genaue Messdaten der einzelnen Stromflüsse und Spannungen ermitteln. Dadurch kommen wir unserem Ziel näher, Stromerzeugung aus dezentralen Quellen, zum Beispiel Solarstrom, intelligent in unser Verteilnetz zu integrieren,“ erklärt Krause. Ziel des vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des "E-Energy"-Programms geförderten "eTelligence"-Projekts ist es, Stromerzeuger, Verbraucher, Energiedienstleister und Netzbetreiber auf einem regionalen Marktplatz zusammenzuführen.
Intelligente Verteilernetze sollen Stromnetz revolutionieren
Dr. Peter Bretschneider vom Konsortialpartner Fraunhofer IITB/AST: „Der Einbau der Messsysteme in den Ortsnetzstationen ist Voraussetzung für die Schaffung intelligenter Verteilnetze, der sogenannten "Smart Grids". Mit der intelligenten Verknüpfung aller dezentralen Quellen wollen wir eine optimale Netzbetriebsführung gewährleisten und damit gleichzeitig den Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützen.“ Das Ilmenauer Institut (Thüringen) ist innerhalb des "eTelligence"-Projekts verantwortlich für den Bereich Intelligente Verteilnetze, welcher unter anderem die Erfassung und Modellierung des Verteilnetzes der Stadt Cuxhaven umfasst. Weitere Projektpartner sind das Informatik-Institut OFFIS, die BTC AG, die Energy & Meteo Systems GmbH (alle drei aus Oldenburg) sowie das Öko-Institut e. V. (Freiburg).
EWE: „GRID Surfer“ ist nächster Schritt von "ETelligence"
EWE war kürzlich einer von fünf Gewinnern des vom Bundeswirtschaftsministerium ausgeschriebenen Technologiewettbewerbs „Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Elektromobilität“. Aufbauend auf "eTelligence" sollen mit dem Projekt „GRID Surfer" künftig Elektrofahrzeuge, Speicher, Ladestationen, Mess- und Steuersysteme, IKT-basierte Speichermanagement-, Abrechnungs- und Vermarktungsprozesse sowie Tarif- und Geschäftsmodelle mit zugehörigen Schnittstellen entwickelt werden. Erprobt wird „GRID Surfer“ nach EWE-Angaben in einem Feldversuch im ländlich geprägten Nordwesten Deutschlands. Dies war nach Angaben von Experten unter anderem einer der ausschlaggebenden Gründe für die Förderung der Oldenburger, da sich andere Konsortien hauptsächlich mit Elektromobilität in Ballungsgebieten beschäftigen. Nicht so der EWE-Konzern, der ausgezeichnete Konstrukteure von Karmann für sein Vorhaben gewinnen und zugleich auch die häufig vernachlässigte Nische "ländlicher Raum" besetzen konnte. EWE hatte im April auf der Hannover Messe das erste Modell des mit dem Osnabrücker Fahrzeugentwickler Karmann geplanten Elektroautos vorgestellt.
Weitere Informationen zu "eTelligence" gibt es unter www.etelligence.de
(Redaktion)
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