Automobilindustrie
Germany Trade & Invest wirbt um Investoren aus Indien
Berlin/Bonn/New Delhi/Chennai. Ein Elektroauto für umgerechnet etwa 15.700 Euro - der indische Anbieter Tata könnte es möglich machen. Die jetzt auf der Autoshow in Detroit vorgestellte Studie "Emo" wäre ein echter Preisknüller - wenn sie denn in Serie geht. Realität ist bereits jetzt der riesige indische Markt, um den Autohersteller aus aller Welt buhlen, darunter auch die deutsche Automobilindustrie.
Anfang Januar fand in New Delhi die Auto Expo 2012 statt - die größte Automesse in Indien. Von den 824 Ausstellern kamen knapp 80 aus Deutschland. Vor allem auch Zulieferer aus der Branche präsentierten sich und ihre Produkte, der indische Automarkt ist trotz einer erwarteten Abkühlung höchst attraktiv. Zudem schauen indische Hersteller auch ins Ausland - der bekannteste Fall ist der Kauf von Jaguar und Land Rover durch Tata.
"Deutschland verfügt über das Know-How, das auch für indische Unternehmen interessant ist. Die Infrastruktur ist vorbildlich, der deutsche Markt, die EU ein lohnendes Ziel. Und gerade die moderne und innovativen Unternehmen in den neuen Bundesländern können für indische Investoren als Partner sehr attraktiv sein", so Michael Pfeiffer, Geschäftsführer von Germany Trade & Invest. Die bundeseigene Gesellschaft kümmert sich rund um alle Themen der Außenwirtschaft und das Standortmarketing für die Bundesrepublik Deutschland.
Automobil- und Investitionsstandort Ostdeutschland im Fokus
Volkswagen, Mercedes, Porsche, BMW und Opel haben bereits moderne Werke in Ostdeutschland aufgebaut und profitieren von der hervorragenden Infrastruktur und den Fachkräften vor Ort. Gleiches gilt für die Zulieferer, die sich mit den großen Herstellern in der Region angesiedelt haben.
Die neuen Bundesländer wurden potenziellen Investoren am kürzlich in New Delhi und in Chennai vorgestellt. Chennai ist eines der Zentren der indischen Automobilindustrie Indiens. "2010 hat Deutschland Waren und Dienstleistungen im Wert von 9,25 Milliarden Euro nach Indien exportiert, die Importe lagen bei 6,190 Milliarden Euro. Bisher gibt es etwa 280 indische Unternehmen mit rund 13.000 Beschäftigten in Deutschland. Das ist noch stark ausbaufähig, das Potenzial der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern ist enorm", so Michael Pfeiffer weiter.
(FN)
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