15.09.2011  15:41 Uhr

Medienbericht
Gutachten für die Bundesregierung sieht Optimierungsbedarf bei Krankenkassen

Düsseldorf. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen in der Versorgung alter und kranker Menschen unterfinanziert sein, während für junge Versicherte mit nur geringen Gesundheitsproblemen teilweise sogar zu viel Geld fließt. Das ist das Fazit eines Gutachtens, das der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe) nach eigenen Angaben vorliegt. Die genaue Höhe wird nicht genannt.

In dem für die Bundesregierung erstellten Gutachten heißt es demnach: "Krankheiten, die eine hohe Sterblichkeit aufweisen oder ältere Bevölkerungsgruppen betreffen, weisen Unterdeckungen auf. Krankheiten hingegen, die keine hohe Sterblichkeit aufweisen und jüngere Bevölkerungsgruppen betreffen, weisen demgegenüber sogar Überdeckung auf." 

Studie empfiehlt Ausweitung der Diagnosen

Um den Wettbewerbsnachteil der Kassen mit vielen alten und kranken Versicherten einzudämmen, empfehlen die Experten, den Finanzausgleich der Kassen nach Krankheiten von heute 80 auf dann 286 Diagnosen auszuweiten. Das Gutachten datiert vom 31. Mai, wurde vom Gesundheitsministerium bislang aber nicht veröffentlicht. Die Regierung hatte die Untersuchung im Herbst 2010 bei Wissenschaftlern in Auftrag gegeben.


 

(Redaktion)



 


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