Oldenburger Hörforscher
Birger Kollmeier in Darmstadt mit Karl-Küpfmüller-Ring ausgezeichnet
Darmstadt/Oldenburg. Der Oldenburger Hörforscher Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier wurde bereits am vergangenen Freitag mit dem Karl-Küpfmüller-Ring der Technischen Universität Darmstadt ausgezeichnet.

Foto: Der Oldenburger Hörforscher Dr. Dr. Birger Kollmeier und der Präsident der TU Darmstadt, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel
Die Auszeichnung wurde 1977 aus Anlass des 80. Geburtstags des Begründers der Systemtheorie der elektrischen Nachrichtenübertragung, Karl-Küpfmüller, gestiftet. Unter den zehn bisherigen Preisträgern sind u. a. die Nobelpreis-Träger Prof. Dr. Manfred Eigen (1994) und Prof. Dr. Erwin Neher (2004).
Gründer des Hörzentrums Oldenburg
Der Karl-Küpfmüller-Ring soll, so die Satzung, „als außerordentliche Ehrung an Wissenschaftler verliehen werden, die durch ihre Forschungstätigkeit die wissenschaftlichen Erkenntnisse auch außerhalb ihres Fachgebietes gefördert und die wissenschaftliche oder technische Entwicklung maßgeblich beeinflusst haben“. Kollmeier ist Leiter der Abteilung Medizinische Physik am Institut für Physik der Universität Oldenburg. Darüber hinaus ist er Gründer und Leiter des „Hörzentrums Oldenburg“, Sprecher des Exzellenzzentrums „Zentrum für Hörforschung“ sowie Sprecher des Kompetenzzentrums „HörTech“.
Mit der Auszeichnung würdigt die TU Kollmeiers „besondere Verdienste auf dem interdisziplinären Gebiet der Entwicklung neuer Verfahren für die Hörgerätetechnologie und deren sowohl medizinisch als auch physikalisch innovativer Realisierung“. Kollmeier, 1958 in Minden (NRW) geboren, studierte Physik und Medizin in Göttingen. In seinen Arbeiten setzt er sich mit Problemen des Hörens sowohl aus medizinischer als auch physikalischer Sicht auseinander. Bei der Untersuchung neuer Verfahren für Hörgeräte und deren Realisation wendet er auch Ergebnisse der Systemtheorie von Küpfmüller an. Kollmeiers Arbeitsgebiete umfassen Neurosensorik, Sprachwahrnehmung, Probleme des Hörens und des Hörschalls, automatische Spracherkennung und Signalverarbeitung für Hörhilfen.
Enge Zusammenarbeit mit Kliniken und Industrie
Der Hörforscher wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, hat Rufe an ausländische Universitäten erhalten und kann eine außerordentlich umfangreiche Liste von Publikationen vorweisen. Er arbeitet eng mit anderen Universitäten, Kliniken und der Industrie zusammen und betreut zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte.
(Redaktion)
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