12.02.2011  15:32 Uhr

25. Oldenburger Rohrleitungsforum
3.000 Fachleute kamen im Jubiläumsjahr

Oldenburg. Wenn vor dem Oldenburger Standort der Jade-Hochschule Studenten mit neongelben Westen den Verkehr regeln, dann ist in der Hunte-Stadt traditionell wieder die Zeit für das Oldenburger Rohrleitungsforum gekommen. Einmal im Jahr steht die Stadt für zwei Tage lang - im positivsten Sinne - ganz im Zeichen der langen Leitung. In diesem Jahr gab es sogar ein rundes Jubiläum zu feiern.

Dass eine lange Leitung auch sehr viel mit Intelligenz zu tun hat, beweisen Fachleute einem Vierteljahrhundert Jahr für Jahr in Oldenburg. Beim bundesweit renommierten Oldenburger Rohrleitungsforum dreht sich alles rund um Themen wie Rohre verlegen, Formen, Materialien und Lebendauer. Rohre und Kabel sind schließlich die Lebensadern unserer modernen Gesellschaft. 

Lange Tradition

Oldenburg kann darüber hinaus in Sachen Rohrleitungsbau mit einem Pfund wuchern: der Energieversorger EWE verhalf in den 1960er Jahren Kunststoffrohren  zum Durchbruch als Standard bei der Versorgung mit Erdgas. Fachleute sahen dies zu dieser Zeit skeptisch. Oldenburg wurde schließlich die erste mit Erdgas versorgte Stadt Deutschlands. Was im Nordwesten begann, ist inzwischen bundesweit alltäglich geworden. Daher war es natürlich eine Frage der Ehre, dass auch EWE-Vorstandschef Werner Brinker diesmal zum Jubiläums-Stelldichein erschien.

Rund 3.000 Fachleute besuchten auch im Jahr 2011 wieder über zwei Tage hinweg die Jade-Hochschule. In diesem Jahr stand das Symposium unter dem in die Zukunft gewandten Motto:  "Was wird sein in den nächsten 25 Jahren?". Nicht nur aus dem Inland, sondern auch aus dem Ausland war Fachpublikum nach Oldenburg gekommen. Auch die bunt verzierten Fahrzeuge zahlreicher Stadtwerke aus dem ganzen Bundesgebiet waren für viele Passanten in der Oldenburger Innenstadt und Autofahrer tagelang ein Wink mit dem Zaunpfahl, welche Relevanz die Veranstaltung an der Jade-Hochschule hatte. Womöglich wurde dort auch bereits die nächste Rohrleitungsrevolution ausgeheckt. Näheres wird man womöglich in den nächsten 25. Jahren erfahren. In diesem Jahr war es allerdings soweit, die vergangenen 25 Jahre zu feiern. So lange gibt es das Oldenburger Rohrleitungsforum bereits.

Energierückgewinnung aus Abwasser

Ein zukunftsträchtiges Schwerpunktthema mit viel Potenzial war in diesem Jahr allerdings schon vertreten: die Rückgewinnung von Energie aus dem Abwasser. Schließlich verbrauchen Menschen Tag für Tag große Mengen Trinkwasser. Der größte Teil davon landet – nach kurzem Intermezzo im Haushalt – als Abwasser in der Kanalisation. „Durch intelligente Technik lässt sich ein Teil der im Abwasser enthaltenen Energie zurückgewinnen und der erneuten Nutzung zuführen. Voraussetzung dafür ist eine hinreichend große Abwassermenge und eine angepasste Technik.“, soProf. Thomas Wegener, Leiter des Instituts für Rohrleitungsbau (IRO) Oldenburg.

In Kooperation mit der Stadt Oldenburg und dem Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband OOWV arbeitet das IRO derzeit an der Entwicklung einer solchen Technik. Ein Pilotprojekt hierzu soll noch in diesem Jahr starten.


 

(Red. / oy)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Michael Stephan / Jade-Hochschule



 


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